Die kleine Kapelle hatte 8 Mitglieder. Die Instrumente: zwei Klarinetten, eine Flöte, ein Kornet, eine Belgische Posaune, zwei französische Hörner und ein Bass. Ein oder zwei Mitglieder waren schwächer, aber der süße, reife Klang der B-Klarinette und der Posaune erweckten den Neid vieler guter Musiker; und der Junge, der die Flöte spielte, wurde später Flötist im Boston Symphony Orchestra, das einst von Georg Henschel geleitet wurde. Herr Rumpf spielte auf der Klarinette mit viel Ausdruckskraft „Roberto, Ohl tu che adorno“ von Meyerbier und „Ernani, Ernani, Involami“ von Verdi, und mit dem Es-Klarinettenspieler das berühmte „Mira, O Norma“. Zwei bevorzugte Stücke des Posaunisten waren eine Cavatina von Gagliardi und „Tutto e sciolto“ aus „La Somnambula5“. Das kurze Duett zwischen Klarinette und Posaune in der Einleitung von Harriot's „Zora Walz“ kann kaum von professionellen Musikern übertroffen werden. Auch der Gesamteindruck war exzellent. Mit großem Geschick wurden die Musikstücke – auch wenn sie ursprünglich für große Militärkapellen oder als Klavierstücke geschrieben worden waren - so angepasst, dass viel von ihrem ursprünglichen Charakter erhalten blieb.

1872 wechselte die Kapelle dann plötzlich hinüber nach Amerika und ich war untröstlich. Ich war ein so begeisterter Anhänger meiner acht Musen, dass ich bereits ihr gesamtes Repertoire auswendig konnte; und manche Erinnerung war mit ihrer musikalischen Geschichte verknüpft6.