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RudolphSchmitt-01[2330]

Biografie

Instrument Klarinette

Reisen

Als Wandermusikant:

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Rudolph Schmitt war ein weiterer Wandermusikant aus Eßweiler. Er wurde am 12.02.1900 in Eßweiler als Sohn des Wandermusikanten Simon Peter Schmitt (Posaune) [2340] geboren. Mit 11 Jahren lernte er bei Gustav Hebel aus Jettenbach das Klarinettenspiel und wurde später zu einem der berühmtesten Klarinettisten der USA.

1913 reiste er das erste mal mit Gustav Hebel und der "Ulrich-Band" aus Kreimbach-Kaulbach nach Holland. 1914 folgte dann zusammen mit seinem älteren Bruder Karl, seinem Cousin Jakob Meisenheimer [1760] und ein paar anderen Verwandten eine Reise in die USA - nach Texas, Kansas und Chicago - und nach Mexiko. Aus dieser Zeit hat sich ein Notenbuch erhalten, das ursprünglich Jakob Meisenheimer gehörte und in das als letzten Eintrag "Rudolph Schmitt 24. August 1916 Chicago" enthält:

Siehe hierzu auch den Zeitungsartikel "Reminiszenz: Das Marschheftchen des alten Musikanten" aus der Rheinpfalz.

Rudolph Schmitt blieb in Chicago und nahm bei Anthon Quitsow und Heinrich Sallmann Klarinettenuntericht. 
1917 trat Schmitt mit einer dänischen Kapelle der Kryll Concert Band bei, mit der er dann auf Tournee durch den Mittleren Westen der USA ging. Danach spielte er im Chicago Civic Orchestra (Städtisches Orchester), bei der Chicago Civic Opera Company, in einer Ausbildungsgruppe für junge Symphoniemusiker, beim Radiosender W.G.N. und in Kinoorchestern als 1. Klarinettist. 

1932 ging Schmitt nach San Francisco und spielte im San Francisco Symphonie Orchestra unter der Führung von Pierre Monteux, in der San Francisco Opera Company, bei den Radiosendern NBC und CBS in San Francisco und im San Francisco Wind Instrument Ensemble (Blasinstrumentenensemble). Dirigenten während seiner Zeit in San Francisco waren Bruno Walter, George Szell, Leopold Stokowski, Arthur Bodanski, Fritz Reiner, Bernadino Molenari, Leonhard Bernstein, George Solti und Otto Klemperer. Er arbeitete während dieser Zeit auch für das  Paramount Movie Studio in Hollywood.

Während seiner Zeit in San Francisco gab Schmitt ein Konzert, bei dem er auch das Bartok-Trio "Contrasts" für Klarinette, Violine und Piano spielte. Der Auftritt bewegte einen Musikkritiker dazu, Rudolph Schmitt als besseren Klarinettisten als Benny Goodman zu bezeichnen:

"Goodman has recorded the piece and made it familiar, but Rudolph Schmitt, who played it last night(...) is a much more accomplished clarinetist. Consequentely the piece came to life for the first time"
(Goodman hat das Stück aufgenommen hat machte es bekannt, aber Rudolph Schmitt, der es letzte Nacht spielte(...) ist ein viel vollendeterer Klarinettist. Folglich kam das Stück erstmals richtig zur Geltung.)

1956 spielte Schmitt dann in der Long Beach Municipal Band (Stadtkapelle) in Südkalifornien und war ein gefragter Klarinettenlehrer am Mills College in Oakland, Kalifornien.

Seinen Lebensabend verbrachte Rudolph Schmitt in Long Beach mit seiner Familie. Seine Lieblingskomponisten waren Mozart, Brahms, Beethoven und Wagner. Neben seinen B- und A-Klarinetten spielt er auch Saxophon. Bei aller Berühmtheit in den USA hatte Schmitt seinen Heimatort Eßweiler nicht vergessen. Er kam öfter zu seinen Verwandten nach Eßweiler zu Besuch und traf sich dabei auch mit alten Freunden wie Oswald Henn, geboren 1902, dem langjährigen Dirigenten des Gesangvereins Eßweiler.

Rudolph Schmitt starb am 30.08.1993

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Quellen

 

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