Michael Gilcher:

Geboren am 30.Dezember 1822 in Eßweiler
Gestorben am 20. März 1899 in Eßweiler

 

Michael Gilcher, geboren am 30.12.1822 in Eßweiler war Trompeter und Komponist. 
Verheiratet war Gilcher mit Marie Elisabetha Wirth und zusammen hatten sie 8 Kinder: Adam und Johannes, Zwillinge, die 1850 auf die Welt kamen, Jakob (*1852) der Flöte spielte, Phillipina (*1854), Karolina(*1858) war mit dem Musiker Jakob Dick verheiratet, Adolph (*1859) Violinist, Wilhelmine (*1866) war verheiratet mit dem Organisten und Flötisten J. Weichel, und August (* 1868) Klarinettist. 
Söhne des M. Gilcher sollen im Bostoner Symphonieorchester gespielt haben. Nach dem Stammbaum von William "Bill" Gilcher soll Michael Gilcher 1873 als "Bandmaster" nach Liverpool/England gegangen sein. Danach, am 05. April 1873 ging er von Liverpool aus auf dem Schiff "Java" nach New York, wo er am 16. April 1873 mit seiner ganzen Band, bestehend aus Jacob Werner 31, Jacob Wirth 36, Peter Kohl 26, Johannes Bernhard 29 (M. Gilchers Schwiegersohn), Jakob Sickert 22, Friedrich Mohr 26, Jakob Hengen 22, Johann Schmitt 26, Adolph Gilcher 14 (M. Gilchers Sohn), Heinrich Schmitt 26, Carl Hans 11 und Friedrich Van 11 Jahre ankam. 
Im selben Jahr sollen sie dann in der City Hall das Programm für die Weihnachtswoche gespielt haben. 1880 ging M. Gilcher wieder zurück nach Deutschland. Er lebte dann von 1884 bis 1889 in Boston, in der 83 Cabot Street und war Leiter einer Harmonica Band. Weiter reichen die Angaben im Stammbaum nicht.
Nach anderen Quellen galt Michael Gilcher als guter Freund von Hubertus Kilian. Zusammen reisten sie nach Frankreich und 1845/46 nach Spanien (Bilbao), wo sie dann Jakob Konrad zurückließen (siehe H. Kilian). Auch ansonsten soll er die gleichen Reisen wie Kilian unternommen haben. In den 60er Jahren des 18. Jahrhunderts soll Gilcher in Edinburgh gewesen sein. Als er wieder in Eßweiler war, soll er Bürgermeister geworden sein. 
Im Personalbogen des Musikantenmuseums Mackenbach sind als Reisen von M. Gilcher "1865 Schweiz, Frankreich" und "1867 Belgien, England" angegeben. Und in den Karteikarten der Auswanderer aus Eßweiler vom Institut für Pfälzische Geschichte und Volkskunde, Kaiserslautern stehen als Ansiedlungsorte Gilchers Südamerika und Australien, mit der Ergänzung: "kehrte wieder zurück". 
Im Bericht "Markante Vertreter westricher Musikanten von Albert Zink wird Gilcher als "bester Pistonpläser des Musikantenlandes" betitelt. 
Michael Gilcher verstarb am 20. März 1899 in Eßweiler.


Michael Gilchers Haus in Eßweiler heute.


Bild von Michael Gilcher (vordere Reihe links)


Kapelle Jakob Dick, ursprünglich aus Wolfstein, 
Vordere Reihe, von links nach rechts: Henry Rumpf, August Gilcher (M. Gilchers Sohn), Karl Schwoerer, John Weicher(Ehemann von Wilhelmine Gilcher), 
Hintere Reihe: unbekannt, Jakob Woll, Jakob Dick jr. (Ehemann von Karolina Gilcher), Jakob Dick

(Original bei Laura Mac Leod, Milford, New Hempshire USA, Bild und Angaben stammen von Egon Gilcher, Eßweiler.

Biografie:

  • geboren am 30.12.1822 in Eßweiler
  • Er war Trompeter und Komponist

Nach Angaben aus einem Stammbaum des Verwandten, William Gilcher, war Gilcher:

  • Verheiratet mit Elisabeth Wirth
  • Söhne von ihnen sollen im Boston Symphonieorchester gespielt haben
  • 1873 ging Gilcher als "Bandmaster" nach England.
  • Am 05. April 1873 ging er von Liverpool nach New York mit seiner Band
  • 1880 bis 1889 in Boston Leiter einer Harmonica Band

Nach anderen Quellen:

  • 1836 mit Kilian in Frankreich
  • 1845/46 mit Kilian in Spanien
  • 60er Jahre des 19. Jahrhunderts in Edinburgh
  • soll in Eßweiler Bürgermeister gewesen sein
  • 1865 in der Schweiz und in Frankreich
  • 1867 in Belgien und England
  • gestorben am 20. März 1899 in Eßweiler