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Struktur- und demografischer Wandel führen dazu, daß in einigen Regionen im Land eine Abwanderung junger Familien in die besser ausgestatteten Zentren und ihrer Randgebiete erfolgt. Zurück bleiben Dörfer, die immer mehr Einwohner verlieren und in denen die zurückbleibende Bevölkerung immer älter wird. Das führt dazu, daß es vor allem in den Ortskernen immer mehr leerstehende oder vom Leerstand bedrohte Wohngebäude gibt, deren finanzieller Wert dadurch auch immer weiter fällt. Die verminderte Nachfrage durch immer weniger Einwohner führt dann zur Ausdünnung der Infrastruktur und des kulturellen Angebotes und damit zu verminderter Lebensqualität für die bleibende Bevölkerung. Wie die zurückgehenden Einwohnerzahlen in den letzten Jahren belegen, ist auch Eßweiler davon bedroht.

Dieser Trend soll durch Dorferneuerungsprogramme umgekehrt oder zumindest abgemildert werden, die Dorfmoderation soll mit der Bevölkerung deren Möglichkeiten und notwendigen Maßnahmen definieren. Dazu müssen wir als Einwohner aber bereit zur Beteiligung und zu Eigenleistungen sein.

Einen ersten Erfolg gibt es schon zu vermelden: 
Der Zugang zum Internet ist in der heutigen Lebens- und Arbeitswelt ein überaus wichtiges Kriterium, das bei der Wahl des Wohnortes oder eines Firmenstandortes eine große Rolle spielt. Über die  Firmen Inexio (DSL bis zu 100Mbit/s) und die Deutsche Telekom (LTE) ist in Eßweiler seit einigen Monaten eine schnelle Internetanbindung möglich, die momentan, zumindest bei der Geschwindigkeit, durchaus zeitgemäß ist.  

20130921 DorfmoderationRundgang Mangold-01Dorfmoderation in Eßweiler

Ende August 2013 wurde in Eßweiler eine Bürgerversammlung abgehalten in der das Konzept für die Dorfmoderation vorgestellt wurde. In dieser gut besuchten Versammlung wurden dann von den Teilnehmern einige Themengebiete adressiert, zu denen sich dann Arbeitsgruppen bilden werden:

Als erste Maßnahme wurde bei einer Dorfbegehung am 21. September und am 19. Oktober 2013 die Situation und die Bausubstanz der Gebäude in Eßweiler und auf dem Schneeweiderhof  begutachtet. 

Ende Oktober 2013 begannen dann die einzelnen Arbeitsgruppen mit der Arbeit, die Themenkreise mit Inhalten zu füllen, mögliche Schwerpunkte zu definieren und die Möglichkeiten der Gemeinde und der Bevölkerung bei der Bearbeitung auszuloten.

 

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