Eßweiler

                               


Blick über Eßweiler vom Sendeturm auf dem Schneeweiderhof

Das Dorf Eßweiler hat dem Tal zwischen Rothselberg und Offenbach-Hundheim seinen Namen gegeben, das Eßweiler Tal. Es wird vom Talbach durchflossen, dessen beiden Quellbäche, der Breitenbach und der Jettenbach,  sich in der Dorfmitte vereinigen und der von hier aus seiner Mündung in den Glan bei Offenbach-Hundheim zustrebt.

Der Königsberg
Der Königsberg

Rund um Eßweiler liegen einiger der höchsten Berge im Landkreis Kusel: der Königsberg (568 m), der Selberg (546 m), de Potschberg (498 m), der Bornberg (520 m) und der Hermannsberg (536 m).

Eßweiler  wurde als Straßendorf entlang der Hauptstraße (der heutigen Landesstraße 372) gebaut. In der Ortsmitte zweigt als zweite große Straße die Krämelstraße als Landesstraße 369 nach Jettenbach in Richtung Landstuhl ab.
Dort in der Ortsmitte steht die protestantische Kirche. Sie wurde um 1733 erbaut. Der Turm stammt aus dem Jahre 1865 und ersetzte einen baufällig gewordenen Dachreiter. Daneben befindet sich das alte Rathaus, das in den 1960er Jahren erneuert und erweitert wurde, und das Feuerwehrgerätehaus, erbaut in den 1980er Jahren. Das Ortszentrum wird auch durch den in den 1980er Jahren angelegten Dorfplatz geprägt. Schließlich wurde in den Jahren 1994-1997 in unmittelbarem Anschluß an diesen das Dorfgemeinschaftshaus errichtet. Seit den 1950er Jahren sind die Bäche verrohrt,  so daß die heutige Kreuzung zwischen den beiden Landesstraßen, die noch als „Brücke“ bezeichnet wird, die ursprüngliche Gestalt nur noch erahnen läßt.


Die "Kolonie" auf dem Schneeweiderhof

Ein Ortsteil von Eßweiler ist der, ca. 3 km entfernt in 500 m Höhe auf dem Bornberg liegende Schneeweiderhof. Dort wurde bis zum Jahre 1970 Hartstein (Diorit) abgebaut. Das ehemalige Steinbruchgelände samt seiner „Kolonie“, einer im Jahre 1923 errichteten Arbeitersiedlung für einen Teil der dort beschäftigten Arbeiter, kann als Industriedenkmal bezeichnet werden. Ab 1988 wurde dort die heutige Kreismülldeponie des Landkreises Kusel angelegt und betrieben.

Im Anschluß an die Abzweigung zum Ortsteil Schneeweiderhof entstand am Ende der 1950er Jahre entlang der Krämelstraße ein Neubaugebiet, das die Bebauungsgrenze in Richtung Jettenbach verschoben hat. Ein zweites Neubaugebiet „Auf Herrmannsmauer“ entstand ab 1980 am Ortsausgang in Richtung Oberweiler im Tal, oberhalb der Landesstraße 372. Zu Beginn des neuen Jahrtausends wurde im Gemarkungsteil Rödwies schliesslich ein weiteres Neubaugebiet erschlossen.
In der Nähe des Lindenhofs, im Gemarkungsteil „Altbach“ in Richtung Jettenbach, hat die Gemeinde Eßweiler ein Gewerbegebiet ausgewiesen.


Der Dorfplatz in der Ortsmitte

In den 1980er Jahren wurde die Königsland-Grundschule für die Ortschaften Eßweiler, Hinzweiler, Jettenbach, Oberweiler im Tal und Rothselberg mit den zunächst drei Schulstandorten Eßweiler, Jettenbach und Rothselberg gegründet. Platzmangel war der Grund für den Neubau eines Schulgebäudes in Jettenbach, das am 06.09.2002 eingeweiht wurde. 
Ein Kindergarten für die Gemeinden Eßweiler und Rothselberg ist seit 1997 in Rothselberg in Betrieb. Träger ist die evangelische Kirchengemeinde Rothselberg, zu der Eßweiler gehört.

Die ärzt- und zahnärztliche Versorgung wird durch entsprechende Praxen in Hinzweiler, Jettenbach, Offenbach-Hundheim und Wolfstein sichergestellt. Die nächstgelegenen Apotheken befinden sich in Offenbach-Hundheim und Wolfstein. Zur Förderung der krankenpflegerischen Selbsthilfe existiert in Eßweiler ein Krankenpflegeverein.

 

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zusammengestellt von Rudi Emrich und Egon Fickeisen
                               

Gemeinde Eßweiler

31. August 2010, webmaster@essweiler.de