Landschaften, Tiere und Pflanzen |
| [Eßweiler] |
Der Königsberg liegt zwischen Lauter und Talbach und gehört zum Nordpfälzer Bergland. Er ist mit 568 Metern einer der höchsten Berge im Landkreis Kusel.

Der Königsberg
Zum Königsbergmassiv, es misst in Nord-Süd Richtung etwa 5km und in Ost-West Richtung
etwa 4km, gehören auch die beiden Gipfel Leienberg (524 m) und Hahnenkopf (535 m).
Im Süden schließt sich der 546 m hohe Selberg an.
Umliegende Orte sind Wolfstein, der Reckweilerhof, Aschbach,
Hinzweiler, Oberweiler im Tal, Eßweiler und Rutsweiler an der Lauter.
Der Gipfel des Königsbergs ist fast vollständig bewaldet, nur im unteren Bereich des Berghanges,
vor allem im Westen zwischen Eßweiler und Oberweiler im Tal und im Nordwesten zwischen
Hinzweiler und Aschbach, werden größere Flächen landwirtschaftlich genutzt.
In Wolfstein, an einem Südhang unterhalb der Burg Neu-Wolfstein, wird Wein angebaut.
Vorwiegend wächst ein Mischwald aus Buchen und Eichen, einzelne Flächen sind jedoch mit
Fichten bewachsen. Eine Besonderheit ist am Leienberg zu sehen: der Hang zum Taufenbachtal
hin ist fast vollständig mit Geröll bedeckt, außer vereinzelten Büschen wachsen dort nur
verkrüppelte, kaum mannshohe Eichen und Kiefern.
Aufgrund der abwechslungsreichen Landschaft rund um den Königsberg ist auch die Tierwelt sehr vielfältig. Zu den größeren Säugetierarten gehören Wildschwein, Reh, Rotfuchs und Dachs. Vor einiger Zeit wurden Europäische Mufflons angesiedelt. Es gibt Beobachtungen und Hinweise auf Wildkatzen, die jedoch nicht eindeutig belegbar sind. Im Umkreis des Königsberges sind die üblichen einheimischen Vertreter der Vogelwelt vorhanden, man kann jedoch keine eindeutige Abgrenzung des Königsberggebietes vornehmen. Im Königsberg ist der Schwarzspecht heimisch. Es gibt Hinweise auf den Uhu, die jedoch nicht eindeutig belegbar sind. Am Talbach leben Eisvogel und Graureiher und auch der Rotmilan ist noch vorhanden.

Westhang, zwischen Eßweiler und Oberweiler im Tal
Der Königsberg ist als FFH-Gebiet (Gebietsnummer 6411-302, Größe 1047 ha) ausgewiesen.
[Siehe hierzu die
Beschreibung des FFH-Gebietes Königsberg beim
Landschaftsinformationssystem der Naturschutzverwaltung Rheinland-Pfalz]
Im Königsberg gibt es eine Vielzahl von Wegen, die zum Wandern geeignet sind. Allerdings sind die Strecken nicht ganz einfach, da der Anstieg von den Tälern aus sehr steil ist. Teile des Westpfalz-Wanderweges führen durch den Königsberg. [Siehe Verbandsgemeinde Wolfstein - Kultur, Freizeit, Tourismus]
Einen spektakulären Ausblick auf Wolfstein, das fast 300 m unterhalb liegt, bietet sich beim „Dreimärker“ in
der Nähe des Königsberggipfels.
Es gibt mehrere Hütten, die teilweise von ansässigen Vereinen bewirtschaftet werden:
Außerdem sind mehrere einfache Schutzhütten an den Wegen zu finden. An der Jugendherberge oberhalb von Wolfstein beginnt der Nordic-Walking Parcours „Königsland“: 3 ausgeschilderte Strecken führen durch Königs- und Selberg. Auf dem Sattel zwischen Königs- und Selberg liegt der Flugplatz des Luftsportvereins Eßweiler.

Der Königsberg im Herbst
Im Königsberg liegen 3 Burgen: Im Westen, auf einem Ausläufer über dem Talbach liegt die Ruine der Sprengelburg. Am Osthang über der Stadt Wolfstein die beiden Burgen Alt- und Neu-Wolfstein.
Zwischen Rutsweiler an der Lauter und Wolfstein liegt die Zweikirche, der letzte Rest eines untergegangenen Ortes. In Wolfstein liegt der Eingang zum Kalkbergwerk am Königsberg. Auf dem Gipfel nahe dem „Kreuzfeld“ sind noch die Reste der Grube „Schwerspat“ zu sehen.
Über die Höhe des Königsberges führte einst eine Römerstraße aus der Gegend von Kaiserslautern kommend in Richtung Lauterecken.
Der Königsberg ist durchzogen von alten Stollen und Bergwerken. Seit dem 18. Jahrhundert
wurde hier nach Schwerspat, Quecksilber, Eisenerz, Kalk und auch nach Kohle
gegraben.
Die Namen einiger Bergwerke waren Erzengel, Schwerspat oder Pfälzer Mut(h).
Der untergegangene Ort Laufhausen war eine Bergarbeitersiedlung.
Die meisten Stollen sind eingestürzt oder zugeschüttet, von ihnen sind nur noch die
Abraumhalden vor den ehemaligen Stolleneingängen zu sehen. Lediglich das
Kalkbergwerk in Wolfstein, in Betrieb bis 1967, ist als Besucherbergwerk ausgebaut
und zu besichtigen.
Auf der Höhe des Königsberges sind noch einige Baureste des Bergwerkes „Schwerspat“ zu
sehen. Gebäudereste, zugemauerte Stolleneingänge sowie Fundamente der Stützen einer
Seilbahn, die früher von hier nach Wolfstein führte, liegen im Wald verborgen.
Der „Schwerspat“ war bis in die 1950er Jahre in Betrieb.
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel
Königsberg (Pfalz) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia
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| 12. April 2009, webmaster@essweiler.de | |