Deutsche Auswanderungen nach Brasilien |
| [Geschichte]-[Auswanderung] |

Plakat der Ausstellung des Martius-Staden-Instituts, Sao Paulo
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wanderten viele Familien aus der Pfalz und aus dem Hunsrück nach Brasilien aus - manche davon "heimlich", das heißt ohne Genehmigung der Obrigkeit..
Von Dezember 1827 bis Februar 1829 wurden rund 800 dieser Einwanderer von Rio de Janeiro aus nach Sao Paulo weitergeleitet und nicht, wie zuvor und danach vor allem in den Süden, nach Rio Grande do Sul, wo die Hauptmasse der Deutschen - vor allem Hunsrücker - landeten.
Bei den Deutschen, die in diesen Jahren nach Sao Paulo kamen, waren viele Hunsrücker, Moselaner, Eifelaner, aber auch etwar 200 heimlich ausgewanderte Pfälzer aus dem Kuseler Raum. Diese liessen sich vor allem in der damals neu gegründeten Kolonie Santo Amaro und dem Nachbarort Itapecerica nieder und haben unter schwierigsten Bedingungen eine erfolgreiche landwirtschaftliche Produktion aufgebaut.
Aus unserem Raum kamen Johannes Gilcher aus dem Haus Nr. 10 (rechts hinter der Kirche) in Eßweiler, Georg Jakob Kuntz aus Eßweiler, Daniel Samsel aus Eßweiler, Jakob Walter aus Eßweiler mit seiner Frau Annamaria Schuck, Filippina Schröck aus Eßweiler, Heinrich Gilcher aus Bosenbach, geboren in Eßweiler, Johannes Pfeiffer und seine Frau Charlotta Gilcher aus Bosenbach, Elisabeth, Witwe des auf der Fahrt verstorbenen Max Wolther, Bosenbach, Philipp Anthoni aus Bosenbach, Jakob Weinmann aus Elzweiler und viele andere mehr aus Rammelsbach, Erdesbach, Kusel, Ulmet,Dennweiler-Frohnbach, Föckelberg, Neunkirchen, Bedesbach, Friedelhausen, Altenglan und Hüffler. (Eine genaue Listemit weiteren Angaben findet man auf der Website von Friedrich Hüttenberger unter www.huettenberger.homepage.t-online.de)

Zum Gedenken an die 180 Jahre deutscher Einwanderungen in den Staat Sao Paulo gibt die brasilianische Post eine Gedenkbriefmarke heraus, eine Wanderausstellung des Martius-Staden-Instituts in Sao Paulo ist dem Thema gewidmet.
Die Ausstellung wird am 21. Juni 2009 mit einer Feierstunde eröffnet. Unter den Rednern ist auch Friedrich Hüttenberger, der die vergessene und völlig abgerissene Verbindung zwischen Eßweiler und den deutschen Einwanderern wieder entdeckt und veröffentlicht hat.
Aus Anlass des Besuches von Friedrich Hüttenberger findet am 20. Juni 2009 ein Familientreffen in Itu bei Sao Paulo statt, zu dem alle Gilcher-Nachkommen aus Brasilien eingeladen wurden.
Vom 26. -28. Juni 2009 findet das Colònia-Fest in Sao Paulo statt , dort wo die Siedlung früher war und wo heute noch der alte Friedhof der Siedler erhalten ist.
Die Informationen auf dieser Seite stammen von Friedrich Hüttenberger und von Bill Gilcher - Vielen Dank!
Google Earth Koordinaten von Santo Amaro, Sao Paulo: 23°38'60.00"S 46°42'0.00"W
| [Geschichte]-[Auswanderung] |
Gemeinde Eßweiler |
|
| 14. Juni 2009, webmaster@essweiler.de | |