von Heike Spohn, Essweiler
Zwei weitere Wandermusikanten aus Eßweiler waren Jakob Meisenheimer und sein Sohn, der ebenfalls Jakob Meisenheimer hieß.
Jakob Meisenheimer (Vater), geboren 1849 in Eßweiler reiste 1863 und 1866 nach Belgien und England, 1867 nach Frankreich, 1868 in die Schweiz, 1873 und 1874 wieder in die Schweiz und auserdem noch nach Österreich und durch Deutschland.1876 und 1880 ging er nach Holland und Belgien. 1888 und1890 wanderte er dann nach Amerika, genauer in die USA. 1891, 1893, 1895 und 1897 nahm J. Meisenheimer seinen Sohn mit nach Nord-Amerika und in die USA.
Nach Norwegen, Schweden und Russland zog es ihn dann 1899 und 1901. Jakob Meisenheimer (Vater) hatte die Titel: Hofkapellmeister vom Sultanat Sansibar, Kapellmeister der englischen Marine auf dem Schiff "Terrible" und er war Leiter des Stadtorchesters von Lemington/England.
Das Sterbejahr von J.Meisenheimer (Vater) ist unbekannt.
Sein Sohn Jakob Meisenheimer, geboren im Jahr 1876 ging zuerst mit seinem Vater nach Amerika (siehe oben), danach ging er mit Rudolph Schmitt, seinem Cousin 1914 nach Chicago, aus dieser Zeit ist noch ein Notenheft für Klarinette von J. Meisenheimer (Sohn) vorhanden, in das R. Schmitt Noten notierte (siehe Rudolph Schmitt).
1922 ging J. Meisenheimer nochmals nach Amerika und musizierte beim Zirkus Sarasani.
J. Meisenheimer spielte Geige, Kontrabass und Klarinette.
Im Alter, als seine 3 Kinder und seine Frau schon gestorben waren, versorgte ihn Erna Appel die Enkelin von Hubertus Kilian, die heute noch im Haus von Jakob Meisenheimer wohnt.

Das Haus von Jakob Meisenheimer
Ich bekam erzählt, das J. Meisenheimer (Sohn) sich am Weihnachten immer in seinem Zimmer einschloß, auf seiner Geige 2 stimmig "Stille Nacht" spielte und erst nach den Feiertagen wieder herauskam.
Jakob Meisenheimer (Sohn) ist 1959 gestorben.

Jakob Meisenheimer (Vater und Sohn):
Vater:
Sohn:
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| 09. Februar 2002, webmaster@essweiler.de |