Essweiler Musikanten |
| [Geschichte] - [Musikanten] - [Musikanten A-Z] |
[0650]
Nach Angaben aus einem Stammbaum eines Verwandten, William Gilcher:
Nach anderen Quellen:
Söhne von Michel Gilcher sollen im Bostoner Symphonieorchester gespielt haben. Nach dem Stammbaum von William "Bill" Gilcher soll Michael Gilcher 1873 als "Bandmaster" nach Liverpool/England gegangen sein. Danach, am 05. April 1873 ging
es von Liverpool aus auf dem Schiff "Java" nach New York, wo er am 16. April 1873 mit seiner ganzen Band, bestehend aus Jacob Werner
(31 Jahre alt), Jacob Wirth (36), Peter Kohl (26), Johannes Bernhard (29, M. Gilchers
Schwiegersohn, [0140]), Jakob Sickert
(22), Friedrich Mohr (26), Jakob Hengen (22), Johann Schmitt (26), Adolph Gilcher
(14, M. Gilchers Sohn, [0530]), Heinrich Schmitt (26), Carl Hans (11) und Friedrich Van
(11 Jahre) ankam.
Im selben Jahr sollen sie dann in der City Hall das Programm für die Weihnachtswoche gespielt haben. 1880
soll Michel Gilcher wieder zurück nach Deutschland gegangen sein. Andererseits
sollte er aber von 1880 bis 1889 Leiter einer Bostoner Harmonika-Band gewesen
sein und von 1884 bis
1889 in Boston in der 83 Cabot Street gelebt haben. Weiter reichen die Angaben im Stammbaum nicht.
Nach anderen Quellen galt Michael Gilcher als guter Freund von Hubertus
Kilian [1380].. Zusammen reisten sie nach Frankreich und 1845/46 nach Spanien (Bilbao), wo sie dann Jakob
(oder Philipp) Konrad [1610] zurückließen (siehe bei H. Kilian bzw. in "Anekdoten
und Geschichten"). Auch ansonsten soll er die gleichen Reisen wie Kilian unternommen haben. In den 60er Jahren des 18. Jahrhunderts soll Gilcher in Edinburgh gewesen sein.
Nach der Rückkehr nach Eßweiler soll er dort Bürgermeister geworden sein.
Im Personalbogen des Musikantenmuseums Mackenbach sind als Reisen von M. Gilcher "1865 Schweiz, Frankreich" und "1867 Belgien, England" angegeben. Und in den Karteikarten der Auswanderer aus Eßweiler vom Institut für Pfälzische Geschichte und Volkskunde, Kaiserslautern stehen als Ansiedlungsorte Gilchers Südamerika und Australien, mit der Ergänzung: "kehrte wieder zurück".
Im Bericht "Markante Vertreter westricher Musikanten" von Albert Zink wird Gilcher als "bester Pistonpläser des Musikantenlandes" betitelt.
Folgende Geschichte soll sich aus seiner Zeit in Schottland entwickelt haben:
"Als
er in den 60er Jahren in den Strassen Edinburghs Lanner'sche und Straß'sche
Walzer zum Besten gab, stand ein kleiner 12-jähriger schottischer Knabe
aufmerksam horchend neben unseren pfälzischen Musikern. Er tat es noch oft und
verlor die Kapelle Gilcher fortan nicht mehr aus den Augen.
Als er erwachsen und zum Musikprofessor an der Akademie of Edinburgh
emporgestiegen war, erinnerte er sich noch der Eindrücke, die die fremden
Musikanten auf ihn in seiner Jugend gemacht haben.
So benützte er 1896 die Gelegenheit in die Heimat Gilchers zu kommen und dem
alten Freund die Worte ins Stammbuch zu schreiben:
´Alles was sonnig und wonnig war in meinem Leben, hängt mit der Kapelle
Gilcher zusammen. In ewiger Freundschaft! Dr. George Gardner' "
Michael Gilcher verstarb am 20. März 1899 in Eßweiler.
( Hinweis: Wie man sehen kann gibt es im Lebenslauf von Michael Gilcher gewisse Unstimmigkeiten. Für weitere Informationen wären wir deshalb sehr dankbar. webmaster@essweiler.de )
Michael Gilchers Haus in Eßweiler heute.

Bild von Michael Gilcher (vordere Reihe links)
| [Geschichte] - [Musikanten] - [Musikanten A-Z] |
Gemeinde Essweiler |
|
| 29. Dezember 2006, webmaster@essweiler.de | |