Georg Drumm aus Erdesbachgeboren am 28. September 1874 in Erdesbach
gestorben am 16. Dezember 1959 in New York

Georg Drumm spielte Violine, Flöte und Trompete. Mit 14 Jahren unternahm er seine erste Reise nach Schottland, der 13 weitere Reisen folgten. Er durchquerte dabei England, Schottland und Irland.

Später fand er eine feste Anstellung am Empire Theater in Dublin. Dort gründete er ein eigenes kleines Orchester, das bald recht bekannt war.

Georg Drumm dirigierte anlässlich des Besuches von Königin Victoria im Dubliner Schloss zahlreiche Konzerte und Hofbälle. Daraufhin wurde er zum "permanenten Hofball-Musik-Direktor" ernannt. 

Bei verschiedenen Musikwettbewerben errang er mehrmals erste Plätze. 1904 wählte ihn der Dubliner Bürgermeister aus, die irische Delegation bei der Weltausstellung in St. Louis/USA musikalisch zu vertreten. Er gewann den dort ausgeschriebenen Musikwettbewerb und es folgte eine anderthalbjährige Konzerttournee durch die USA. Seine Rückkehr nach Irland war nur von kurzer Dauer. Mit seiner Familie zog er nach New York.

Georg Drumm war 5 Jahre als Kapellmeister in einem Theater in der Bronx und als Gastdirigent an vielen Theatern am Broadway tätig. 1935 wird er vom New York Evening Journal zum besten Musiker, Musiklehrer und Kapellmeister der USA gewählt.
1954 dirigierte er im Central-Park in New York eine Band der Marines, die dabei auch einige seiner Kompositionen spielten. Der Anlass war der 100. Geburtstag des amerikanischen Marschkönigs John Philip Sousa. Eine grosse Ehre: unter 22 000 professionellen Musikern der USA wurde ein ehemaliger Pfälzer Strassenmusikant für den Event ausgewählt.

1912 entstand seine erste Komposition, der "Imperator-Marsch". Er wurde 1914 von einem Militärorchester in Wien uraufgeführt. Weitere Märsche und Kammermusikwerke folgten. Er wagte sich aber auch an Orchesterwerke: im Stile symphonischer Dichtungen entstanden Werke wie "Irlandia", "Irish Patrol", "Meditation" oder "Reverie".

Georg DrummSeine bekannteste Komposition ist "Hail America" aus dem Jahre 1917. Von Lawton Mackall mit Text versehen wird das Werk seit den 1950er Jahren bei offiziellen Anlässen der US-Regierung gespielt. So zum Beispiel bei Staatsempfängen im Weissen Haus, wo es beim Erscheinen des US-Präsidenten und der Staatsgäste zum Galadinner von einem Kammerorchester gespielt wird.

Georg Drumm besuchte bis zu seinem Tod mehrmals seine alte Heimat.

Quellen:

  • "Kuckucksruf und Nachtigall", Roman mit umfangreichem Bild- und Informationsteil von Marliese Fuhrmann
    ISBN 3-933389-27-5, Gollenstein Verlag
  • "Pfälzer Musikantenland-Museum auf Burg Lichtenberg", Museumsführer von Paul Engel
    ISBN 3-920388-99-2, Görres-Verlag, Koblenz